03.02.2022

Wer Klimaschutz und Artensterben gegeneinander ausspielt, denkt zu kurz

Sechs Windräder auf einer Wiese mit sommerlichem Wolkenhimmel

Zur Diskussion um Klimaschutz und Artensterben sagt die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Klimawandel und Artensterben sind die beiden ökologischen Krisen dieser Zeit. Ersteren können wir stoppen, wenn wir die erneuerbaren Energien ausbauen und unseren Energieverbrauch deutlich senken, zweiteres können wir aufhalten, wenn wir Lebensräume schützen und wiederherstellen.

Wer sie gegeneinander ausspielt, denkt zu kurz und verspielt die notwendige gesellschaftliche Akzeptanz. Den Ausbau der erneuerbaren Energien auf Kosten des Biodiversitätsschutzes zu planen, ist unverantwortbar und auch nicht nötig. Das Klima ist veränderbar, ausgestorbene Arten bleiben für immer verschwunden. Unsere Aufgabe ist es, beides miteinander zu denken und klug abzuwägen. Das ist möglich durch vorausschauende Planung, durch Vorrang- und Ausschlussgebiete, durch technische Lösungen wie zum Beispiel zum Kollisionsschutz bei Windrädern oder durch naturnahe Gestaltung beispielsweise bei Freiflächen-Photovoltaik.

Die Forderung der Energieverbände, zum Ausbau der Freiflächenphotovoltaik jegliche Schranken fallen zu lassen, lehnen wir ab. Dies durch Leitplanken wie den entsprechenden Erlass zu steuern, ist der richtige Weg. Bei der Windkraftausweisung hat Schleswig-Holstein die Nase vorn und das ist gut so. Dies sollte andere Länder nicht aus ihrer Verpflichtung entlassen, ebenfalls auf geeigneten Flächen die Windkraft zuzulassen.



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