Negativwachstum statt Wertschöpfung

Zur Pressekonferenz des Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen und des Wirtschaftsministers Jost de Jager zur festen Fehmarnbelt-Querung erklärt die ostholsteinische Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen:

Zu Recht befürchtet der Ministerpräsident, dass Schleswig-Holstein zum Transitland wird. Die Endpole der so genannten Wachstumsachse, Malmö/Kopenhagen und Hamburg, werden gestärkt, während im Transitkreis Ostholstein und insbesondere auf Fehmarn die Lichter ausgehen. Der Tourismus auf der Insel nimmt nachhaltig Schaden, Arbeitsplätze im Fährverkehr und die dortige Wertschöpfung werden vernichtet.

Eine neue Wachstumsachse kann schnell zur „Lärmachse“ werden, wenn der prognostizierte Güterverkehr auf der Schiene durch Ostholstein fährt. Was bleibt da an Wachstumschancen für die A1-Achse? Die erwarteten Verkehrszahlen und der verkehrspolitische Nutzen der Querung seien außerdem so gering, dass man andernorts nicht einmal eine Umgehungsstraße bauen würde.

Sollte es tatsächlich zur festen Querung kommen, dann muss es auch Kompensation geben - bei desolater Haushaltslage eine schwierige Aufgabe. Wir Grüne werden den Druck auf das Land erhöhen, um den Schaden zu begrenzen.

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