Bewirtschaftungspläne für Gewässer: Umweltschutz fällt ins Wasser

Zu den heute vom Kabinett verabschiedeten Bewirtschaftungsplänen für Gewässer erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

Die Landesregierung macht mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie deutlich, dass sie nur das Nötigste auf dem Gebiet des Umweltschutzes tut. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen gehen auf rot-grüne Initiativen zurück und wurden schon unter Umweltminister Klaus Müller angestoßen.

In der letzten Regierung wurde einseitig auf technischen Gewässerschutz gesetzt und das Geld vorrangig für Sohlgleiten und Fischtreppen ausgegeben. Ökologische Gewässersanierung besteht aber nicht aus dem Verbauen von Beton, sondern bedarf eines ganzheitlichen und nachhaltigen Ansatzes.

Deshalb ist es auch eine Farce, wenn die jetzige Landesregierung bei den größten Verschmutzern auf Freiwilligkeit setzt. Die Belastung der Gewässer durch den übermäßigen Einsatz von Düngemitteln in der konventionellen Landwirtschaft muss gesetzlich verboten und die Förderung des ökologischen Landbaus ausgebaut werden. Nur so können nachhaltige Fortschritte erzielt werden.

Die Landesregierung bleibt konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der schleswig-holsteinischen Gewässer schuldig. Ein so verstandener Umweltschutz kann nur als Lippenbekenntnis gewertet werden.

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