07.03.2011

Knickbereisung im Kreis Segeberg

Die Grüne Landtagsabgeordnete Marlies Fritzen war zusammen mit Ulrike und Jürgen Kaldewey vom Kreisvorstand der Segeberger Grünen sowie Ruth Severin, der Vorsitzenden des NABU Bad Segeberg und Wilhelm Nehlsen vom Naturschutzring zu einer Knick-Visite im Kreis Segeberg unterwegs, bei der sie sowohl positive als auch negative Beispiele besichtigten.

Knicks sind typische Elemente der schleswig-holsteinischen Kulturlandschaft, angelegt zur Trennung von landwirtschaftlichen Flurstücken. Diese „Wallhecken“ bestehen aus einem ca. 1m hohen Wall, auf dessen Oberseite sie mit strauchartigen Gehölzen bewachsen sind. Auf der Geest und im östlichen Hügelland gibt es sie seit ca. 200 Jahren. Sie sind Lebens- und Rückzugsraum für zahlreiche Vogelarten und Insekten.

Nach § 21 (1) Landesnaturschutzgesetz gelten Knicks als gesetzlich geschützte Biotope. Seit der Aufhebung des Knickerlasses 2005 werden die naturnah gehaltenen Knicks immer seltener und die ökologischen Standards systematisch zurückgesetzt.

Durch das maschinelle senkrechte Hochschlägeln in Ackerbaugebieten sind  die Knicks schmaler. Der grobe Schnitt erhöht das Risiko des Pilzbefalls für die Sträucher und der Knick könnte eingehen. Ersatz muss dafür nicht angelegt werden. Zwar müssen bei Knickrodung Ausgleichsflächen geschaffen werden, jedoch sind die langjährig gewachsenen Knicks wertvoller. Marlies Fritzen: „Landwirte, die ihre Knicks richtig pflegen, sollten EU-Mittel dafür bekommen.“

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URL:https://www.marlies-fritzen.de/vor-ort/expand/345945/nc/1/dn/1/